Robert half zeitarbeit tarifvertrag

18/11/2019 – Tarifverhandlungen und die Stimme der Arbeitnehmer sind wichtige Arbeitnehmerrechte, können aber auch die Arbeitsmarktleistung verbessern, wie neue OECD-Ergebnisse zeigen. Doch beide Rechte stehen laut einem neuen OECD-Bericht unter dem Druck der allgemeinen Schwächung der Arbeitsbeziehungen in vielen Ländern und des Aufstiegs neuer und oft prekärer Beschäftigungsformen. Negotiating Our Way Up: Tarifverhandlungen in einer sich verändernden Arbeitswelt sagen, dass der Anteil der Gewerkschaftsbeschäftigten in den OECD-Ländern stark gesunken ist, von durchschnittlich fast 30 % im Jahr 1985 auf 16 % im Jahr 2018. Noch geringer ist die Mitgliedschaft bei Arbeitnehmern in atypischen Berufen, wie z. B. Arbeitnehmern mit festen Arbeitsverträgen, Leiharbeitnehmern oder Vollzeitbeschäftigten, die 50 % seltener gewerkschaftlich organisiert werden als Arbeitnehmer in unbefristeten Arbeitsverträgen. Mit Blick auf die Zukunft wird es einige staatliche Eingriffe erfordern, um den Zugang zu Tarifverträgen über die normale Beschäftigung hinaus zu ermöglichen. Die Durchsetzung der korrekten Einstufung der Arbeitnehmer und die Bekämpfung der Fehleinstufung von Arbeitnehmern als Selbständige, wenn sie sich tatsächlich in einer Situation befinden, die mit der der Arbeitnehmer vergleichbar ist, ist ein wesentlicher erster Schritt. Aber selbst bei einer angemessenen Klassifizierung wird sich eine potenziell wachsende Zahl von Arbeitnehmern in der Grauzone zwischen abhängiger Beschäftigung und Selbständigkeit befinden, und auch die Arbeits- und Wettbewerbsvorschriften müssen angepasst werden, um sicherzustellen, dass diese Arbeitnehmer Zugang zu Tarifrechten haben. “Die Arbeitswelt ist im Wandel”, sagte Stefano Scarpetta, OECD-Direktor für Beschäftigung, Arbeit und Soziales, bei der Vorstellung des Berichts in Berlin.

“Mehr denn je können Tarifverhandlungen, die auf gegenseitigem Vertrauen zwischen den Sozialpartnern beruhen und ein Gleichgewicht zwischen Inklusion und Flexibilität finden, Unternehmen und Arbeitnehmern helfen, auf den demografischen und technologischen Wandel zu reagieren und sich an die neue Arbeitswelt anzupassen.” Der OECD-Bericht ist sowohl eine Bestätigung als auch ein Ansporn zum Handeln”, sagte Björn Böhning, Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Soziales. “In vielen Punkten bestätigt es unser Bewusstsein dafür, wie sehr die deutschen Tarifverhandlungen unter Druck stehen und wie groß der politische Handlungsbedarf ist. Darüber hinaus ist der Bericht ein Anreiz für uns, konkrete Maßnahmen rasch umzusetzen, um die Tarifverhandlungen zu stärken. Mit unseren Vorschlägen für Tarifverhandlungen und für den Ausbau der Mitbestimmung der Unternehmen will das Ministerium dazu beitragen, die Bedeutung der Sozialpartnerschaft noch einmal zu erhöhen. Auch in der neuen und sich verändernden Arbeitswelt – zum Beispiel in der Plattformwirtschaft – halten wir an diesem Mantra fest: “Wir wollen faire Wettbewerbsbedingungen, gute Arbeit und soziale Sicherheit für alle.” Der Bericht hebt auch hervor, dass die besten Ergebnisse in Bezug auf Beschäftigung, Produktivität und Löhne zu erzielen scheinen, wenn sektorale Vereinbarungen allgemeine Bedingungen festlegen, aber detaillierte Bestimmungen den Verhandlungen auf Unternehmensebene überlassen.

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